Wie wir unser 9DEMONS® Modell gebaut haben - und warum es für Selbständige & Unternehmer wichtig ist.
Zwei Dimensionen. Neun Demons. Sieben Patterns.
Die meisten Unternehmer wissen längst, was sie tun müssten, um die nächste Stufe im Unternehmertum zu erreichen. Sie verfügen über Wissen, Erfahrung, Fähigkeiten und Möglichkeiten. Trotzdem stoßen sie immer wieder an dieselben “unsichtbaren” Grenzen. Warum fallen selbst erfolgreiche Unternehmer immer wieder in Verhaltensmuster zurück, die ihren eigenen Zielen widersprechen?
Was von außen wie fehlende Disziplin, mangelnder Fokus oder ein Stressproblem aussieht, folgt häufig einer tieferen psychologischen Logik: Selbstsabotage.
Genau hier setzt 9DEMONS® an.
Das von Bastian Schmidt, marktführender Business-Performance Coach in Deutschland, entwickelte 9DEMONS® Modell untersucht wiederkehrende Verhaltensmuster, durch die Unternehmer ihre eigenen Ziele, ihre Leistungsfähigkeit und ihr Wachstum unbewusst behindern. Im Mittelpunkt stehen neun sogenannte “Demons” - neun systematisch definierte Formen der Selbstsabotage, die sich unter Verantwortung, Unsicherheit und Druck auf unterschiedliche Weise bemerkbar machen.
Wie du möglicherweise bereits auf unseren Profilseiten erfahren hast, steckt hinter diesen Ergebnissen ein systematisch aufgebautes Modell. Das Modell untersucht, wie du dich selbst sabotierst, welche psychologischen Schutzmechanismen dahinter liegen und weshalb du immer wieder in dieselben Verhaltensmuster zurückfällst.
Bevor wir diese Struktur im Detail erklären, lohnt es sich, einen Schritt zurückzutreten und zu verstehen, warum ein System wie 9DEMONS® überhaupt nötig ist.
Seit Jahrhunderten versuchen Menschen, das menschliche Verhalten zu verstehen und einzuordnen. Von den antiken Temperamentlehren bis zur modernen Persönlichkeitspsychologie entstanden Modelle, die Unterschiede zwischen Menschen beschreiben und erklären sollen.
Diese Modelle können wertvoll sein. Sie helfen Menschen, sich selbst besser zu verstehen. Aber sie haben fast immer denselben blinden Fleck: Sie sagen dir häufig, wie du bist, aber deutlich seltener, wie und womit du dich eigentlich selbst sabotierst.
Und genau das ist im Unternehmertum die entscheidende Frage.
Genau hier beginnt der Perspektivwechsel von 9DEMONS®.
Unser Modell ist nicht aus der Frage entstanden, welcher Mensch eher rational oder empathisch, introvertiert oder extravertiert, spontan oder strukturiert ist. Es entstand aus einer anderen Beobachtung: Erfolgreiche Menschen sabotieren sich erstaunlich konsistent.
Diese Muster wirken von außen oft wie Disziplinprobleme, Charakterfehler oder fehlende Strategie. In Wahrheit sind sie meist Schutzreaktionen. Das System versucht, mit Unsicherheit, Kränkung, Verantwortung, Ablehnung oder innerem Schmerz fertigzuwerden - nur eben auf eine Weise, die langfristig teuer wird.
9DEMONS® steht damit in einer anderen Tradition als klassische Persönlichkeitstypologien. Es ist näher an Coping-Theorie, Schutzmechanismen, Stressreaktionen, Selbstwertregulation und performancerelevanten Verhaltensschleifen. Nicht als klinisches Diagnosesystem, sondern als präzises, unternehmerisch brauchbares Modell für wiederkehrende Selbstsabotage.
Klassische Typenmodelle fassen bestimmte Persönlichkeitsmerkmale zu übergeordneten Kategorien zusammen. Selbstsabotage lässt sich jedoch nicht auf ein einzelnes, gleichbleibendes Verhaltensmuster reduzieren.
Zudem funktioniert Selbstsabotage anders. Schutzprogramme sind nicht frei erfunden, aber sie sind auch nicht identisch mit deiner Persönlichkeit. Sie sind reaktive Muster. Sie werden in bestimmten Kontexten stärker, in anderen schwächer. Manche sind lange latent und übernehmen erst unter Druck. Andere sind so tief in Verhalten und Identität eingebaut, dass sie fast normal wirken. Gerade deshalb wäre es unpräzise, aus 9DEMONS® einen einzelnen „Typ“ zu machen.
Ein Unternehmer kann beispielsweise Entscheidungen durch Perfektion hinauszögern, gleichzeitig sein Team übermäßig kontrollieren und auf persönliche Ablehnung mit einem fragilen Selbstwert reagieren. Drei unterschiedliche Mechanismen, die innerhalb derselben Person wirken.
Ein Label, ein Charakteretikett. Gilt immer, egal in welcher Lage.
Drei unterschiedliche Mechanismen in derselben Person, je nach Lage stärker oder schwächer.
Deshalb arbeitet 9DEMONS® mit Profilen statt Typen.
Anders als ein festes Persönlichkeitsmerkmal ist ein solches Verhaltensmuster nicht zwangsläufig dauerhaft gleich ausgeprägt. Durch neue Erfahrungen, veränderte Anforderungen und bewusste Verhaltensänderungen können sich auch die zugrunde liegenden Schutzreaktionen verändern.
Das Modell identifiziert das jeweils am stärksten ausgeprägte Sabotageprogramm in den Bereichen Umsetzung, Fokus und Stress. Gemeinsam ergeben diese drei Demons ein individuelles Profil.
Dein Sabotage-Profil (Demon-Profil) beschreibt deshalb nicht, wer du bist, sondern welche wiederkehrenden Mechanismen dein Denken, Fühlen und Handeln beeinflussen können.
Das heißt auch: Niemand ist „ein Demon“. Ein Demon ist kein Label, kein Charakteretikett. Er ist ein dominantes Schutzprogramm. Die Aufgabe des Modells ist nicht, dich darauf festzunageln, sondern dir sichtbar zu machen, welche Muster wann übernehmen, was das kostet und wie du sie systematisch verändern kannst.
Der Begriff „Demon“ ist dabei eine bewusste Metapher. Er beschreibt keinen eigenständigen Teil deiner Persönlichkeit, sondern einen wiederkehrenden Schutzmechanismus, der dein Verhalten beeinflussen kann. Von einem „Befall“ sprechen wir, wenn dieses Muster immer wieder die Kontrolle über dein Handeln gewinnt.
Warum halten Selbstständige und Unternehmer an Verhaltensweisen fest, obwohl sie wissen, dass diese ihrem eigenen Erfolg im Weg stehen?
Menschen verfolgen nicht ausschließlich langfristige Ziele. Sie versuchen gleichzeitig, ihren inneren Zustand zu regulieren und ein Gefühl von Sicherheit und Kontrolle aufrechtzuerhalten.
Geraten diese Bedürfnisse miteinander in Konflikt, kann kurzfristige emotionale Entlastung wichtiger werden als langfristiger Fortschritt.
Ein Unternehmer schiebt beispielsweise eine wichtige Entscheidung auf. Dadurch vermeidet er vorübergehend die Unsicherheit ihrer möglichen Konsequenzen. Die unmittelbare Erleichterung kann dazu beitragen, dass er beim nächsten Mal erneut auf Aufschub zurückgreift.
In der Psychologie wird ein solcher Lernprozess unter anderem durch negative Verstärkung erklärt: Ein Verhalten wird wahrscheinlicher, weil es einen unangenehmen Zustand reduziert.
Auf diese Weise können sich wiederkehrende Schutzreaktionen entwickeln, die zunächst hilfreich erscheinen, langfristig jedoch die eigenen Ziele behindern.
Um diese Mechanismen systematisch zu erklären, verbindet 9DEMONS® Erkenntnisse aus der Psychologie, Stressforschung und Verhaltensregulation mit den realen Herausforderungen des Unternehmertums.
Die entscheidende Frage lautet deshalb nicht nur, welches Verhalten dich sabotiert, sondern welche psychologische Funktion dieses Verhalten für dich erfüllt.
Auf dieser Grundlage verbindet 9DEMONS® drei Dinge, die in vielen Modellen getrennt bleiben: unternehmerische Realität, psychologische Tiefe und klare Systemlogik, um die unterschiedlichen Formen der Selbstsabotage verständlich zu machen und zu transformieren - denn kein Mensch hat es verdient unter seinem Potential zu leben.
Ein psychologisches Modell ist nur dann wertvoll, wenn es zwei Anforderungen erfüllt: Es muss präzise genug sein, um relevante Unterschiede zu erkennen, und einfach genug, um daraus konkrete Veränderungen abzuleiten.
9DEMONS® soll helfen, mögliche innere Mechanismen zu erkennen und zu verstehen nicht sämtliche Ursachen menschlichen Verhaltens abschließend zu erklären.
9DEMONS® unterscheidet deshalb neun klar definierte Sabotageprogramme und betrachtet deren individuelles Zusammenspiel. Dabei berücksichtigt das Modell, dass sich diese Muster abhängig von Situation, Belastung und persönlicher Entwicklung verändern können. Genau deshalb wäre ein grober „Du bist halt so“-Test hier unbrauchbar.
Gerade bei Selbstsabotage ist diese Unterscheidung entscheidend. Denn ähnliche Verhaltensweisen können auf völlig unterschiedlichen psychologischen Mechanismen beruhen.
Ein Unternehmer bringt beispielsweise sein neues Angebot nicht auf den Markt. Vielleicht schiebt er die Veröffentlichung auf, weil er mögliche Ablehnung vermeiden möchte. Vielleicht optimiert er jedes Detail, um sich vor Kritik abzusichern. Oder er bleibt lieber bei seinem bisherigen Geschäftsmodell, weil ihm die vertraute Situation mehr Sicherheit und unmittelbare Entlastung bietet.
Das Ergebnis ist dasselbe: Er kommt nicht voran. Die psychologischen Mechanismen dahinter sind jedoch unterschiedlich.
In der Psychologie wird deshalb zwischen dem beobachtbaren Verhalten und seiner zugrunde liegenden Funktion unterschieden. Nicht allein die Handlung ist entscheidend, sondern auch die Bedingungen, unter denen sie entsteht, und die Konsequenzen, durch die sie aufrechterhalten wird.
Denn entscheidend ist nicht nur, dass du dich sabotierst, sondern welcher Mechanismus dahintersteckt und wie du ihn durchbrechen kannst.
Diese Verbindung aus psychologischer Differenzierung und praktischer Anwendbarkeit ist besonders dort relevant, wo Entscheidungen, Verantwortung und persönliches Verhalten unmittelbare Konsequenzen haben: im Unternehmertum.
9DEMONS® wurde für Selbständige und Unternehmer entwickelt, die Ergebnisse wollen, objektiv mehr könnten, aber immer wieder an denselben inneren und “unsichtbaren” Grenzen scheitern.
Unternehmertum stellt besondere Anforderungen an die menschliche Selbstregulation. Unternehmer müssen Entscheidungen unter Unsicherheit treffen, Verantwortung übernehmen und konsequent handeln, obwohl sie die Konsequenzen ihrer Entscheidungen nicht vollständig kontrollieren können.
Mit zunehmendem Erfolg wachsen häufig nicht nur die Möglichkeiten, sondern auch die Verantwortung, die Erwartungen und die potenziellen Konsequenzen von Fehlern.
Genau diese Bedingungen können psychologische Schutzmechanismen aktivieren.
Unser Gehirn bewertet Situationen nicht ausschließlich danach, welche Chancen sie bieten, sondern auch danach, welche möglichen Bedrohungen mit ihnen verbunden sind. Dabei können nicht nur finanzielle Verluste, sondern auch Kontrollverlust, Kritik, Ablehnung oder die Gefährdung des eigenen Selbstbildes als Bedrohung erlebt werden.
Ein Unternehmer, der Verantwortung delegieren möchte, muss beispielsweise akzeptieren, dass andere Menschen Entscheidungen anders treffen als er selbst. Wer sein Unternehmen stärker sichtbar macht, setzt sich gleichzeitig einer größeren Wahrscheinlichkeit von Kritik aus. Und wer ambitionierte Wachstumsziele verfolgt, muss häufig bisherige Sicherheiten und vertraute Verhaltensweisen aufgeben.
Was unternehmerisch notwendig ist, kann sich psychologisch bedrohlich anfühlen.
Besonders relevant wird dabei die Verbindung zwischen unternehmerischem Erfolg und persönlichem Selbstwert.
Wenn ein Mensch seinen eigenen Wert stark von Leistung, Anerkennung oder wirtschaftlichen Ergebnissen abhängig macht, können geschäftliche Herausforderungen über ihre sachliche Bedeutung hinaus eine persönliche, existenzielle Bedrohung darstellen.
Ein verlorener Kunde wird dann möglicherweise nicht nur als wirtschaftlicher Rückschlag erlebt, sondern als persönliches Versagen. Kritik am Unternehmen kann sich wie Kritik an der eigenen Identität anfühlen. Und aus dem Wunsch nach Erfolg kann das innere Bedürfnis entstehen, den eigenen Wert immer wieder beweisen zu müssen.
Solche Prozesse können dazu beitragen, dass Unternehmer auf Verhaltensweisen zurückgreifen, die kurzfristig Sicherheit herstellen, langfristig jedoch ihre Entwicklung begrenzen.
Dabei müssen Schutzmechanismen nicht zwangsläufig wie Schwäche aussehen. Sie können sich ebenso durch Perfektionismus, übermäßiges Verantwortungsgefühl, permanente Leistungsbereitschaft oder ein ausgeprägtes Kontrollbedürfnis äußern.
Gerade deshalb bleiben sie häufig lange unerkannt. Denn Verhaltensweisen, die ursprünglich zum Erfolg beigetragen haben, können unter veränderten Anforderungen zu einem Hindernis werden.
Eine Strategie, die dir geholfen hat, dein Unternehmen aufzubauen, muss nicht zwangsläufig die richtige sein, um es weiterzuentwickeln.
9DEMONS® wurde entwickelt, um diese Zusammenhänge im unternehmerischen Kontext verständlich zu machen. Das Modell untersucht, wie wiederkehrende Schutzmechanismen Entscheidungen, Umsetzung, Führung, Aufmerksamkeit und den Umgang mit innerem Druck beeinflussen können.
Dafür betrachten wir zunächst drei Bereiche, in denen sich Selbstsabotage im unternehmerischen Alltag besonders deutlich zeigt: Umsetzung, Fokus und Stress.
Selbstsabotage bedeutet nicht, dass du zu wenig tust. Manchmal ist genau das Gegenteil der Fall: Du arbeitest ununterbrochen, erreichst aber nicht die Ergebnisse, die eigentlich möglich wären. Du stehst dir selbst im Weg.
9DEMONS® unterscheidet drei Bereiche, in denen Selbstsabotage im Unternehmertum besonders sichtbar wird.
Du weißt, was zu tun wäre, setzt aber nicht konsequent die richtigen Dinge um. Entscheidungen werden aufgeschoben, Ergebnisse durch Perfektion verzögert oder Wachstum durch Bequemlichkeit begrenzt.
Du verzettelst dich in neuen Ideen, kontrollierst jede Kleinigkeit oder bist permanent beschäftigt. Dein Kalender ist voll, aber die wirklich wichtigen Dinge bleiben liegen.
Kritik trifft dich persönlich. Du suchst Bestätigung, vermeidest Ablehnung oder verteidigst dein Ego. Deine emotionalen Reaktionen beeinflussen zunehmend deine Entscheidungen.
Diese drei Bereiche zeigen, WO du dich sabotierst. WARUM das passiert, erklären die beiden Dimensionen REGULATION und COPING.
Selbstsabotage entsteht nicht zufällig. Hinter wiederkehrenden Verhaltensmustern stehen psychologische Mechanismen, die beeinflussen, wie wir mit Unsicherheit, Verantwortung und innerer Spannung umgehen.
9DEMONS® bildet diese Mechanismen durch zwei grundlegende Dimensionen ab: Regulation und Coping.
Die beiden Dimensionen bilden das Fundament von 9DEMONS®.
Nun gehen wir diese nacheinander durch:
Regulation beschreibt die Fähigkeit, das eigene Denken, Fühlen und Handeln so zu steuern, dass es mit den eigenen Zielen und Anforderungen übereinstimmt.
9DEMONS® unterscheidet drei zentrale Regulationsbereiche, in denen diese Selbststeuerung durch psychologische Schutzmechanismen beeinträchtigt werden kann.
Drive beschreibt, wie dein System Motivation, Entscheidungen und zielgerichtetes Handeln reguliert. Hier entscheidet sich, ob du konsequent ins Handeln kommst oder deinen Fortschritt unbewusst blockierst.
Mehr zu Drive ➜Focus beschreibt, wie dein System Aufmerksamkeit, Prioritäten und Energie reguliert. Hier entscheidet sich, ob du deine Ressourcen gezielt steuerst oder dich durch Ablenkung, Kontrolle und Getriebenheit selbst ausbremst.
Mehr zu Focus ➜State beschreibt, wie dein System Selbstwert, Selbstbild und emotionale Stabilität reguliert. Hier zeigt sich, wie du mit innerem Druck, Ablehnung und Verletzlichkeit umgehst und woran du deinen eigenen Wert knüpfst.
Mehr zu State ➜Drive bestimmt, ob du vorankommst. Focus, worauf du deine Energie richtest. State, wie du innerlich mit Herausforderungen umgehst. Die entscheidende Frage: Bleibst du innerlich stabil oder bestimmen emotionale Schutzreaktionen dein Verhalten?
Welche psychologische Strategie dein System einsetzt, wenn einer dieser Bereiche unter Druck gerät, erklärt die zweite Dimension: COPING.
Coping beschreibt die Strategien, mit denen Menschen auf Belastung, Unsicherheit und innere Konflikte reagieren. Ihr Ziel ist es, unangenehme Spannung zu bewältigen und das eigene psychologische Gleichgewicht zu schützen. Solche Schutzreaktionen sind grundsätzlich sinnvoll. Selbstsabotage entsteht dann, wenn eine kurzfristig hilfreiche Strategie langfristig das eigene Handeln und Wachstum begrenzt.
9DEMONS® unterscheidet drei grundlegende Coping-Strategien:
Das System schützt sich, indem es unangenehmer Spannung ausweicht. Durch Aufschub, Ablenkung oder emotionalen Rückzug wird die unmittelbare Belastung reduziert, während das eigentliche Problem bestehen bleibt.
Mehr zu Avoid ➜Das System versucht, Unsicherheit durch Kontrolle, Korrektur oder Anpassung zu reduzieren. Sicherheit und Vorhersehbarkeit werden wichtiger als Fortschritt, Eigenständigkeit oder Veränderung.
Mehr zu Stabilize ➜Das System überdeckt innere Unsicherheit durch Ersatzmechanismen wie Komfort, permanente Leistung oder äußere Bestätigung. Die eigentliche Spannung bleibt bestehen, obwohl das Verhalten nach außen häufig erfolgreich oder souverän wirkt.
Mehr zu Compensate ➜Alle drei Strategien verfolgen dasselbe Ziel: Schutz vor unangenehmer Spannung. Sie unterscheiden sich darin, wie sie diesen Schutz herstellen. Das Problem: Was dich kurzfristig schützt, kann dich langfristig sabotieren.
Erst wenn eine Coping-Strategie mit einem Regulationsbereich zusammentrifft, entsteht innerhalb des 9DEMONS®-Modells ein spezifischer Demon.
Die neun Demons sind keine zufällige Sammlung negativer Eigenschaften. Sie bilden ein strukturiertes System aus neun unterschiedlichen Mechanismen der Selbstsabotage.
Entscheidend ist nicht nur, welcher Demon dein Verhalten beeinflusst, sondern auch, welche Mechanik dahintersteckt. Denn ähnliche Verhaltensweisen können unterschiedliche Ursachen haben und erfordern entsprechend unterschiedliche Ansätze zur Veränderung.
Jeder Demon besitzt eine eigene psychologische Mechanik, einen spezifischen Schutzgedanken und einen langfristigen Preis.
Die neun Demons sind deshalb keine Persönlichkeitstypen, sondern unterscheidbare Muster, die erklären sollen, wie Selbständige und Unternehmer ihr eigenes Potenzial unbewusst begrenzen.
Da sich Selbstsabotage in mehreren Bereichen gleichzeitig zeigen kann, besteht dein Testergebnis nicht aus einem einzelnen Demon, sondern aus einem individuellen Demon-Profil.
Selbstsabotage lässt sich nicht auf einen einzelnen Demon reduzieren. Unterschiedliche Lebenssituationen und Anforderungen können verschiedene Schutzmechanismen aktivieren.
Deshalb besteht dein 9DEMONS®-Profil aus drei Demons: Einer zerlegt deine Umsetzung, einer deinen Fokus, einer übernimmt unter Druck dein System.
Da jeder Bereich drei mögliche Demons umfasst, entstehen insgesamt 27 unterschiedliche Profilkombinationen.
Das bedeutet nicht, dass du ausschließlich diese drei Demons besitzt. Der Test identifiziert das jeweils am stärksten ausgeprägte Muster innerhalb von Drive, Focus und State. Andere Mechanismen können ebenfalls vorhanden sein, werden jedoch nicht als führender Bestandteil deines Profils ausgewiesen.
Dein Profil zeigt deine drei führenden Muster, nicht die Gesamtheit deiner Persönlichkeit oder aller möglichen Schutzreaktionen.
Du könntest beispielsweise wichtige Entscheidungen aufschieben (Prokrastination), gleichzeitig dein Team übermäßig kontrollieren (Kontrolle) und auf Kritik mit einem verletzten Ego reagieren (Ego).
Drei unterschiedliche Verhaltensweisen. Drei unterschiedliche Schutzmechanismen. Aber alle beeinflussen dein Handeln.
Nicht alle drei Demons beeinflussen dich gleich stark. Einer tritt in deinem aktuellen Profil besonders hervor: dein dominanter Demon.
Der dominante Demon ist das Schutzmuster, das innerhalb deiner Testergebnisse am stärksten hervortritt. Er liefert damit einen wichtigen Ansatzpunkt für Veränderung, muss aber nicht zwangsläufig die Ursache deiner größten unternehmerischen Probleme sein.
Die beiden anderen Demons bleiben relevant. Sie können sich gegenseitig verstärken und abhängig von der Situation unterschiedlich stark hervortreten. Genau deshalb reicht es nicht, nur einen Demon zu verstehen. Wer sich wirklich befreien will, muss alle drei nacheinander exorzieren.
Dein dominanter Demon zeigt, wo du anfangen solltest. Dein vollständiges Profil zeigt, was du verändern musst.
Wie diese drei Demons zusammen gegen dich arbeiten, erklärt das übergeordnete Pattern.
Ein einzelner Demon erklärt, wie du dich in einem bestimmten Bereich sabotierst. Dein Pattern beschreibt die übergeordnete Struktur deines 3-Demon-Profils und zeigt, wie die Schutzstrategien deiner Demons zusammenspielen.
Je nachdem, ob dein Profil eine, zwei oder alle drei Strategien kombiniert, entsteht eines von sieben Patterns.
Die sieben Patterns von 9DEMONS® sind:
Du vermeidest Konfrontation auf allen drei Ebenen.
Du versuchst, alles durch Absicherung und Kontrolle zu stabilisieren.
Du überdeckst innere Spannung durch Ersatzbelohnungen, Leistung oder Selbstbestätigung.
Du vermeidest Risiken und hältst dich im sicheren Rahmen.
Du weichst Problemen aus und kompensierst sie durch andere Verhaltensweisen.
Du versuchst, Unsicherheit durch immer mehr Kontrolle und Leistung auszugleichen.
Du nutzt alle drei Schutzstrategien in unterschiedlichen Bereichen.
Ein Pattern beschreibt die übergeordnete Struktur deiner Schutzstrategien. Menschen mit demselben Pattern können unterschiedliche Demons besitzen und sich deshalb im Alltag völlig unterschiedlich verhalten.
Aus den 27 möglichen Demon-Profilen ergeben sich damit sieben übergeordnete Pattern-Kategorien.
Jedes Pattern beschreibt eine andere Gesamtstrategie des Profils.
Nicht, wer du bist. Sondern wie dein System als Ganzes gegen dich arbeitet.
Wer nur einen einzelnen Demon verändert, übersieht möglicherweise die Mechanismen, durch die andere Demons das bisherige Muster aufrechterhalten.
Du kennst jetzt die Theorie hinter den neun Demons. Die entscheidende Frage ist: Welche drei sabotieren dich?
Den Demon und seine Schutzfunktion verstehen.
Seinen Einfluss auf deine Entscheidungen reduzieren.
Das bisherige Muster nachhaltig verändern.
Selbsterkenntnis allein verändert noch kein Verhalten. Deshalb beginnt der Exorzismus mit dem Erkennen deiner Demons, setzt sich mit dem Entmachten ihrer Schutzmechanismen fort und zielt darauf ab, die bisherigen Muster durch neue Verhaltensweisen zu ersetzen.
Der erste Schritt ist herauszufinden, welche Demons dich sabotieren.
Du kannst deine Ziele erreichen und dich dabei trotzdem immer wieder selbst sabotieren. Die Frage ist, wie viel Potenzial, Energie und Lebensqualität dich diese Muster bereits kosten.
Finde heraus, welche drei Demons dein Verhalten beeinflussen, welcher davon dominiert und welches Pattern dahinter steht.
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