“To avoid criticism, say nothing, do nothing, be nothing.”
Elbert Hubbard
Du weißt ganz genau, wo du in deinem Business endlich mal Klartext sprechen müsstest. Deine Preise sind seit zwei Jahren dieselben, obwohl deine Kosten längst durch die Decke gegangen sind. Ein Kunde packt seit Monaten ganz selbstverständlich immer noch was obendrauf, ohne mehr zu zahlen. Im Team gibt es diese eine Person, der du schon längst mal sagen müsstest, dass sie sich endlich zusammenreißen soll, denn ihre Leistung reicht nicht annähernd aus.

Das ist alles nichts Neues für dich. Du schleppst die Themen seit Wochen, Monaten, vielleicht auch Jahren mit dir rum. Angesprochen hast du davon bis heute nichts, weil dir die Eier dazu fehlen.
Irgendwie ist immer gerade der falsche Moment. Der Kunde hat viel um die Ohren. Im Team läuft es gerade gut, warum also die Stimmung kaputt machen? Die Preiserhöhung kannst du auch zum Jahreswechsel bringen. Passt sowieso besser.
Du bist ein Meister im Ausredenfinden.
Im Sales-Call sagst du deinen Preis und schiebst zur Sicherheit direkt hinterher: "Da können wir aber natürlich noch was machen." Dabei hat der andere noch nicht mal Luft geholt.
Von außen merkt das keiner. Kunden arbeiten gern mit dir und dein Team findet, du bist ein “netter Chef”. In Gesprächen kommst du rüber wie jemand, der richtig gut mit Menschen kann. Das stimmt auch.
Dir fällt nur nicht auf, was für ein Weichei du geworden bist. Du nimmst jedes Nein persönlich. Sogar die, die nie gefallen sind. Schon der Gedanke daran sorgt dafür, dass du kalte Füße bekommst und nach einem anderen Ausweg suchst.
Du scheust die Arbeit nicht. Du sitzt abends länger am Rechner. Deine Kunden können sich auf dich verlassen, wenn es mal brennt. Aufgaben, die längst jemand anderes übernehmen sollte, machst du zur Not eben selbst.
Für ein unangenehmes Gespräch von zehn Minuten fehlt dir aber seit Wochen die Zeit. Oder anders gesagt: Du machst lieber alles andere.
Am Können liegt es nicht. Bei deinem Mitarbeiter weißt du längst, was du sagen müsstest. Die Sätze hast du im Kopf schon zigmal durchgespielt. Im Auto auf dem Weg ins Büro dachtest du dir noch: “Dem mach ich jetzt mal eine richtige Ansage.”
Kurz bevor du sie aussprechen sollst, läuft etwas anderes ab. Du denkst darüber nach, wie er reagieren wird. Ist er enttäuscht? Nimmt er dir das übel? Wird es danach komisch zwischen euch?
Während du darüber nachdenkst, wird aus deiner Ansage schon wieder ein netter Austausch.
Je wichtiger das Gespräch für dich ist, desto vorsichtiger wirst du. Beim Smalltalk bist du locker drauf. Sobald du einen Preis durchsetzen oder einem Mitarbeiter eine klare Ansage machen musst, überlegst du plötzlich bei jedem Satz zweimal.
Aus "Ab Januar kostet die Betreuung für alle Kunden 500 Euro mehr im Monat" wird eine Mail, die so freundlich formuliert ist, dass man die Erhöhung fast überliest. Vermutlich bleibt sie sowieso als Entwurf in deinem Postfach.
Da sitzt der Dämon der Ablehnung.
Du hast etwas zu sagen. Du weißt auch, was du willst. Trotzdem bekommt die mögliche Reaktion des anderen plötzlich so viel Gewicht, dass du alles abschwächst.
Das kann ein paar hundert Euro kosten. Es kann aber auch bedeuten, dass ein Thema im Team noch einen Monat länger liegen bleibt. Vor allem gewöhnst du dich daran, Entscheidungen erst einmal durch den Kopf der anderen laufen zu lassen.
Du weißt, was zu sagen wäre. Du kannst es auch.
Warum fällt es dir dann so schwer, eine Reaktion auszuhalten, die dem anderen vielleicht nicht gefällt?
Mach den Test und finde heraus, ob der Dämon der Ablehnung bei dir am Steuer sitzt und dich davon abhält, die PS wirklich auf die Straße zu bringen.
Wenn du weiter zulässt, dass dich deine Dämonen steuern, wirst du deine Ziele nie erreichen.
Du wirst nie das Business aufbauen, für das du so hart arbeitest. Du wirst nie ein wirklich erfülltes Leben führen.
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Hielt Preise jahrelang zu niedrig, vermied jedes Gespräch, das zu einem Nein führen konnte. Erkannte: People Pleasing ist nicht Freundlichkeit, sondern Feigheit. Erhöhte Preise radikal, feuerte unpassende Kunden.

242 Investoren sagten Nein zu Starbucks. Irgendwo zwischen Ablehnung 200 und 242 hörte er auf, die Neins persönlich zu nehmen, und begann, sie als Daten zu lesen. Investor 243 sagte Ja — 35.000 Filialen weltweit. Du erreichst das Ja nur, wenn du die Neins nicht persönlich nimmst

Wurde in der High School nicht ins Varsity-Team aufgenommen. Kam nach Hause, weinte, trainierte den ganzen Sommer wie ein Besessener. Im Nike-Werbespot sagte er selbst: "Ich habe in meiner Karriere über 9.000 Würfe verfehlt, 300 Spiele verloren, 26-mal den Siegwurf nicht getroffen – und genau deshalb bin ich erfolgreich." Ablehnung als Fundament.

Lehrer nannten ihn "zu dumm, um etwas zu lernen" — seine Mutter unterrichtete ihn daraufhin zu Hause. Bei der Glühbirne brauchte er über 1.000 Versuche, bis ein Filament funktionierte. Sein berühmter Satz: "Ich habe nicht versagt. Ich habe 10.000 Wege gefunden, die nicht funktionieren."

Nach seinem Physikstudium fand er zwei Jahre lang keine akademische Anstellung — Professoren hielten ihn für nicht besonders begabt. Landete als Angestellter im Patentamt in Bern. Schrieb dort 1905 in seiner Freizeit die vier Aufsätze, die die Physik revolutionierten.