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Theorie

Regulation

Im 9DEMONS® Modell beschreibt REGULATION, wie du dich selbst steuerst, um deine Ziele zu erreichen. Sie umfasst drei zentrale Bereiche: DRIVE (Umsetzung), FOCUS (Aufmerksamkeit) und STATE (emotionaler Zustand). Jeder dieser Bereiche ist mit drei unterschiedlichen Demons verbunden, die zeigen, wie du dich im Unternehmeralltag unbewusst selbst sabotierst.

Mehr über Regulation

Warum wir nicht immer so handeln, wie wir es eigentlich wollen

Menschen handeln nicht immer in ihrem eigenen langfristigen Interesse. Wir treffen Entscheidungen, die wir später bereuen, halten an Gewohnheiten fest, die uns ausbremsen, und vermeiden manchmal genau die Dinge, die uns unseren Zielen näherbringen würden.

Das Erstaunliche daran: Häufig wissen wir längst, was wir anders machen müssten.

Ein Unternehmer kann erkennen, dass sein Geschäftsmodell verändert werden muss, ohne die notwendige Veränderung einzuleiten. Er kann sich mehr Freiheit wünschen und trotzdem seinen gesamten Alltag mit Verpflichtungen füllen. Oder er setzt sich ambitionierte Wachstumsziele, während sein tatsächliches Verhalten dafür sorgt, dass sein Unternehmen weitgehend unverändert bleibt.

Das liegt nicht zwangsläufig an fehlendem Ehrgeiz oder mangelnder Disziplin.

Zwischen dem, was wir erreichen wollen, und dem, was wir tatsächlich tun, liegen psychologische Prozesse, die unser Verhalten beeinflussen.

Mit diesen Prozessen beschäftigt sich die Selbstregulation.

Sie beschreibt unsere Fähigkeit, Gedanken, Gefühle und Handlungen an persönlichen Zielen und den Anforderungen einer Situation auszurichten. Dazu gehört, Impulse zu steuern, Aufmerksamkeit gezielt einzusetzen, mit Emotionen umzugehen und das eigene Verhalten bei Bedarf zu verändern.

Selbstregulation bedeutet allerdings nicht, jederzeit vollständige Kontrolle über sich selbst zu besitzen.

Viele unserer Reaktionen laufen automatisch ab. Wir greifen auf vertraute Verhaltensweisen zurück, folgen Gewohnheiten oder reagieren auf unmittelbare Anforderungen, ohne jede Entscheidung bewusst abzuwägen.

Das ist notwendig und häufig ausgesprochen hilfreich.

Schwierig wird es erst, wenn diese Reaktionen nicht mehr zu dem passen, was wir tatsächlich erreichen möchten.

Der Konflikt zwischen dem, was wir wollen, und dem, was wir brauchen

Auf den ersten Blick erscheint menschliches Verhalten manchmal widersprüchlich.

Wir wollen wachsen, aber gleichzeitig keine Sicherheit verlieren. Wir wünschen uns Unabhängigkeit, suchen jedoch die Anerkennung anderer Menschen. Wir möchten bessere Ergebnisse erzielen, wollen aber möglichst vermeiden, Fehler zu machen.

Diese Bedürfnisse schließen sich nicht grundsätzlich aus.

Ein Unternehmen kann wachsen und wirtschaftlich stabil bleiben. Ein Unternehmer kann ambitioniert sein und gleichzeitig auf seine Gesundheit achten. Auch Anerkennung und persönliche Unabhängigkeit müssen kein Widerspruch sein.

Doch es gibt Situationen, in denen unterschiedliche Ziele konkurrierende Handlungen verlangen.

Wer ein neues Geschäftsfeld erschließen möchte, muss möglicherweise Kapital investieren, ohne den späteren Erfolg garantieren zu können. Wer seine eigene Rolle verändern möchte, muss bisherige Verantwortlichkeiten aufgeben. Wer sich deutlich positioniert, akzeptiert damit zwangsläufig, dass nicht jeder mit seiner Meinung einverstanden sein wird.

In solchen Momenten entscheiden wir nicht einfach zwischen einer richtigen und einer falschen Handlung.

Wir entscheiden zwischen unterschiedlichen Bedürfnissen, deren gleichzeitige Erfüllung möglicherweise nicht möglich ist.

Dabei spielt eine wichtige Rolle, wann wir die jeweiligen Konsequenzen erleben.

Die psychologische Forschung zeigt, dass Menschen unmittelbare Vorteile unter bestimmten Bedingungen stärker gewichten als vergleichbare Vorteile, die erst in der Zukunft eintreten. Dieser Effekt wird als Temporal Discounting bezeichnet.

Der Vorteil einer schwierigen Entscheidung liegt möglicherweise Monate entfernt. Die unangenehme Auseinandersetzung, die dafür notwendig wäre, steht dagegen unmittelbar bevor.

Wer die Entscheidung verschiebt, muss zunächst weder das Risiko tragen noch die möglichen Reaktionen anderer Menschen erleben.

Die kurzfristige Entlastung ist sicher und sofort spürbar. Der langfristige Nutzen bleibt vorerst ungewiss.

Dadurch kann sich unser Verhalten zunehmend an unmittelbaren Konsequenzen orientieren, obwohl wir unsere langfristigen Ziele weiterhin für wichtig halten.

Nicht jeder solche Konflikt ist Selbstsabotage. Manchmal ist es vernünftig, ein Risiko zu vermeiden, auf Wachstum zu verzichten oder eine Entscheidung später zu treffen.

Problematisch wird es, wenn kurzfristige Bedürfnisse wiederholt Vorrang erhalten, obwohl ihre Befriedigung unsere bewusst gewählten Ziele dauerhaft beeinträchtigt.

Die entscheidende Frage lautet deshalb nicht nur, was wir erreichen wollen, sondern auch, welche anderen Bedürfnisse unser Verhalten beeinflussen, sobald wir dafür etwas verändern müssten.

Warum gute Absichten nicht automatisch unser Verhalten steuern

Ein Ziel festzulegen ist etwas anderes, als das eigene Verhalten tatsächlich daran auszurichten.

Wir können uns vornehmen, profitabler zu wirtschaften, unsere Arbeitsbelastung zu reduzieren oder ein neues Geschäftsfeld aufzubauen. Ob diese Ziele erreicht werden, hängt jedoch davon ab, welche Entscheidungen wir im Alltag treffen und ob wir unser Vorgehen entsprechend anpassen.

In der Psychologie lässt sich Selbstregulation unter anderem durch einen sogenannten Regelkreis beschreiben.

Das Grundprinzip ist einfach: Wir vergleichen einen angestrebten Zustand mit unserer gegenwärtigen Situation. Erkennen wir eine Abweichung, können wir darauf reagieren.

Dafür benötigen wir vier Funktionen: ein Ziel, die Beobachtung unseres tatsächlichen Verhaltens, die Bewertung der Ergebnisse und die Möglichkeit, unser Vorgehen anzupassen.

Der entscheidende Punkt liegt in der Rückmeldung.

Wir können unser Verhalten nur gezielt verändern, wenn wir erkennen, worin die Abweichung zwischen unserer Absicht und der Wirklichkeit besteht.

Dabei reicht es nicht, ausschließlich die Ergebnisse zu betrachten.

Wenn ein Unternehmen seine geplante Gewinnmarge nicht erreicht, kann das unterschiedliche Ursachen haben. Vielleicht sind die Preise zu niedrig, die Kosten zu hoch oder die angebotenen Leistungen wirtschaftlich ungünstig strukturiert.

Vielleicht stimmen die Prozesse bereits, doch vereinbarte Entscheidungen werden im Tagesgeschäft nicht konsequent umgesetzt.

Das Ergebnis ist zunächst dasselbe. Die notwendige Veränderung wäre jedoch jeweils eine andere.

Wer seine Ziele regelmäßig verfehlt, ohne die tatsächlichen Ursachen zu untersuchen, kann leicht in einen Kreislauf aus neuen Vorsätzen und wiederholten Enttäuschungen geraten.

Dann wird die Planung ambitionierter, die Selbstkritik härter oder der persönliche Einsatz größer, obwohl die eigentliche Schwierigkeit unverändert bleibt.

Wirksame Selbstregulation setzt deshalb voraus, zwischen einem unzureichenden Ergebnis und den Prozessen zu unterscheiden, die dieses Ergebnis hervorgebracht haben.

Dabei kann es notwendig sein, die eigene Handlung zu verändern. Manchmal muss jedoch die Strategie angepasst werden, weil sie unter den gegebenen Bedingungen nicht funktioniert.

In anderen Fällen stellt sich sogar heraus, dass das ursprüngliche Ziel nicht mehr zu den eigenen Prioritäten passt.

Selbstregulation bedeutet deshalb nicht, einen einmal gefassten Entschluss unter allen Umständen durchzusetzen. Sie umfasst auch die Fähigkeit, Ziele und Vorgehensweisen anhand neuer Informationen bewusst zu überprüfen.

Warum wir immer wieder in alte Muster zurückfallen

Wenn Menschen ihr Verhalten ausschließlich bewusst steuern müssten, wäre selbst ein gewöhnlicher Arbeitstag kaum zu bewältigen.

Wir müssten jede vertraute Handlung erneut planen, ständig über unsere Reaktionen nachdenken und unzählige kleine Entscheidungen bewusst treffen.

Deshalb übernimmt ein großer Teil unserer Verhaltenssteuerung automatisch ablaufende Prozesse.

Durch Wiederholung und Erfahrung entwickeln sich Gewohnheiten. Wir lernen, welche Reaktionen in bestimmten Situationen hilfreich waren, und greifen später bevorzugt darauf zurück.

Gerade im Unternehmertum kann das einen erheblichen Vorteil bieten.

Erfahrungen ermöglichen schnellere Entscheidungen. Routinen reduzieren unnötigen Aufwand. Bewährte Vorgehensweisen schaffen Verlässlichkeit.

Doch darin liegt auch eine mögliche Schwierigkeit.

Eine Verhaltensweise kann sich jahrelang bewährt haben und trotzdem unter veränderten Bedingungen ungeeignet werden.

Besonders deutlich zeigt sich das, wenn sich die Anforderungen an einen Unternehmer verändern.

In der Gründungsphase können schnelle persönliche Entscheidungen, ständige Erreichbarkeit und ein hoher individueller Arbeitseinsatz entscheidend zum Erfolg beitragen.

Mit zunehmender Unternehmensgröße können dieselben Verhaltensweisen zum Hindernis werden.

Die Organisation benötigt verbindliche Verantwortlichkeiten, berechenbare Entscheidungsprozesse und eine Führung, die nicht ausschließlich von der persönlichen Verfügbarkeit des Gründers abhängt.

Die Schwierigkeit besteht dann nicht unbedingt darin, dass der Unternehmer die neuen Anforderungen nicht versteht.

Möglicherweise reagiert er weiterhin nach einem Muster, das in einer früheren Unternehmensphase erfolgreich war.

Das erklärt einen wichtigen Unterschied zwischen Einsicht und Verhaltensänderung.

Zu erkennen, dass ein bestimmtes Verhalten nicht mehr sinnvoll ist, bedeutet noch nicht, dass die entsprechende Gewohnheit verschwindet.

Automatische Reaktionen können gerade unter Zeitdruck oder emotionaler Belastung besonders naheliegend erscheinen. Das vertraute Vorgehen erfordert weniger bewusste Neuorientierung als eine ungeübte Alternative.

Deshalb genügt es häufig nicht, sich einfach vorzunehmen, künftig anders zu handeln.

Neue Verhaltensweisen müssen unter den Bedingungen erprobt werden, unter denen bisher die alten Reaktionen aufgetreten sind.

Erst durch wiederholte Erfahrungen können sich alternative Handlungsmöglichkeiten festigen.

Das Ziel ist dabei nicht, sämtliche automatischen Prozesse durch bewusste Kontrolle zu ersetzen.

Es geht darum, dass unsere Gewohnheiten uns unterstützen, anstatt uns unbemerkt auf eine Vorgehensweise festzulegen, die längst nicht mehr zu unseren Anforderungen passt.

Wann Selbststeuerung zur Selbstsabotage wird

Wir verbinden Selbstregulation häufig mit Disziplin, Beherrschung und Konsequenz.

Wer seine Impulse kontrolliert, an seinen Zielen festhält und sich nicht leicht ablenken lässt, gilt als besonders selbstdiszipliniert.

Doch starke Selbstkontrolle führt nicht zwangsläufig zu guten Entscheidungen.

Ein Mensch kann sich außergewöhnlich konsequent verhalten und trotzdem dauerhaft an einer ungeeigneten Strategie festhalten.

Er kann sich ständig überwachen, immer strengere Regeln entwickeln und jede Abweichung korrigieren, ohne dadurch tatsächlich wirksamer zu werden.

Die Qualität der Selbstregulation hängt deshalb nicht allein davon ab, wie konsequent wir unser Verhalten steuern.

Entscheidend ist auch, ob wir es an die tatsächlichen Anforderungen anpassen können.

In der Psychologie wird diese Anpassungsfähigkeit unter anderem als regulatorische Flexibilität beschrieben.

Sie umfasst die Fähigkeit, unterschiedliche Regulationsstrategien situationsangemessen einzusetzen und zu verändern, wenn sie ihren Zweck nicht mehr erfüllen.

Das verlangt zwei Fähigkeiten, die auf den ersten Blick gegensätzlich erscheinen.

Einerseits müssen wir lernen, an wichtigen Zielen festzuhalten, obwohl Widerstände auftreten. Wer bei jeder Schwierigkeit seine Richtung ändert, wird nur selten langfristige Vorhaben abschließen.

Andererseits müssen wir erkennen, wann eine bisherige Vorgehensweise nicht mehr funktioniert.

Konsequenz bedeutet, einem wichtigen Ziel treu zu bleiben. Starrheit bedeutet, an einem bestimmten Verhalten festzuhalten, selbst wenn es diesem Ziel inzwischen im Weg steht.

Die Unterscheidung ist besonders relevant, weil Selbstsabotage nicht immer durch mangelnde Aktivität entsteht.

Manchmal arbeiten Menschen ausgesprochen hart an den falschen Dingen.

Sie investieren zusätzliche Energie in Maßnahmen, deren Nutzen kaum noch steigt. Sie sichern Entscheidungen immer weiter ab, obwohl die verbleibende Unsicherheit nicht beseitigt werden kann. Oder sie halten an vertrauten Lebens- und Arbeitsweisen fest, obwohl sie damit ihre eigenen Entwicklungsmöglichkeiten begrenzen.

Keine dieser Verhaltensweisen ist grundsätzlich problematisch.

Entscheidend ist ihre Funktion im jeweiligen Zusammenhang.

Hilft das Verhalten tatsächlich, eine Herausforderung zu bewältigen? Steht sein Aufwand in einem angemessenen Verhältnis zum Nutzen? Und bleibt die Fähigkeit erhalten, bei veränderten Anforderungen anders zu reagieren?

Ein einzelner Fehler, eine unangenehme Entscheidung oder ein vorübergehender Rückzug lässt noch nicht auf Selbstsabotage schließen.

Relevant werden vor allem wiederkehrende Muster, die trotz erkennbarer Nachteile bestehen bleiben und wichtige persönliche oder unternehmerische Ziele beeinträchtigen.

Wirksame Selbstregulation bedeutet nicht, sich möglichst stark zu kontrollieren. Sie bedeutet, das eigene Verhalten so steuern zu können, wie es die jeweilige Situation erfordert.

Die drei Bereiche der Regulation

Selbstregulation ist keine einzelne Fähigkeit, die in allen Situationen gleichermaßen funktioniert.

Jemand kann wichtige Entscheidungen schnell treffen und trotzdem Schwierigkeiten haben, seine Aufmerksamkeit auf das Wesentliche zu richten.

Ein anderer arbeitet ausgesprochen konzentriert, reagiert aber empfindlich auf Kritik oder persönliche Unsicherheit.

Wieder andere können unter hohem emotionalem Druck ruhig bleiben, setzen ihre langfristigen Vorhaben jedoch nur unzuverlässig um.

Diese Unterschiede zeigen, weshalb eine pauschale Aussage wie „Du brauchst mehr Disziplin“ häufig zu kurz greift.

Um menschliche Selbststeuerung differenzierter zu betrachten, unterscheidet 9DEMONS® drei Regulationsbereiche: DRIVE, FOCUS und STATE.

Diese Einteilung ist Bestandteil des eigenständigen 9DEMONS®-Modells. Sie soll unterschiedliche Funktionen der Selbststeuerung sichtbar machen und ist keine allgemein etablierte wissenschaftliche Dreiteilung sämtlicher Regulationsprozesse.

DRIVE: Die Regulation des Handelns

Drive betrifft die Prozesse, durch die aus Motivation und Absichten tatsächliche Entscheidungen und zielgerichtete Handlungen entstehen.

Hier geht es nicht ausschließlich darum, ob jemand ehrgeizig oder leistungsbereit ist.

Ein Unternehmer kann ein Ziel unbedingt erreichen wollen und trotzdem Schwierigkeiten haben, die notwendigen Schritte einzuleiten.

Die zentrale Herausforderung liegt im Übergang vom Wollen zum Handeln – und darin, notwendige Handlungen auch dann auszuführen, wenn sie mit Aufwand, Unsicherheit oder unangenehmen Konsequenzen verbunden sind.

FOCUS: Die Regulation der Aufmerksamkeit

Focus betrifft die Auswahl, Ausrichtung und Verteilung unserer begrenzten mentalen Ressourcen.

Dabei ist Konzentration nur ein Teil der Herausforderung.

Wir müssen auch entscheiden, welche Informationen relevant sind, welche Aufgaben Priorität haben und wann es sinnvoll ist, unsere Aufmerksamkeit bewusst zu verlagern.

Ein voller Kalender oder ein hoher persönlicher Einsatz sind deshalb kein zuverlässiger Beweis für wirksamen Fokus.

Entscheidend ist, ob die Aufmerksamkeit auf die Tätigkeiten und Entscheidungen gerichtet wird, die für die eigenen Ziele tatsächlich relevant sind.

STATE: Die Regulation des inneren Zustands

State betrifft den Umgang mit Emotionen, innerer Anspannung und anderen psychologischen Zuständen, die unser Erleben und Verhalten beeinflussen.

Innerhalb von 9DEMONS® werden dabei insbesondere auch Selbstbild und Selbstwert berücksichtigt.

Eine kritische Rückmeldung kann sachlich hilfreich sein und trotzdem als persönlicher Angriff erlebt werden. Ein wirtschaftlicher Rückschlag kann enttäuschen, ohne zwangsläufig den eigenen Wert infrage zu stellen.

Die entscheidende Herausforderung liegt darin, wie wir solche Erfahrungen innerlich verarbeiten und welchen Einfluss sie auf unsere weiteren Entscheidungen bekommen.

Drei Bereiche, die zusammenwirken

Drive, Focus und State erfüllen unterschiedliche Funktionen, sind im tatsächlichen Verhalten jedoch eng miteinander verbunden.

Ein belastender innerer Zustand kann Aufmerksamkeit beanspruchen. Eine dauerhaft ungünstige Aufmerksamkeitssteuerung kann die Umsetzung wichtiger Vorhaben erschweren. Und ausbleibender Fortschritt kann wiederum Selbstzweifel oder zusätzlichen Druck erzeugen.

Diese Zusammenhänge verlaufen nicht immer in derselben Richtung und müssen nicht bei jedem Menschen gleichermaßen auftreten.

Gerade deshalb ist die Unterscheidung der drei Bereiche hilfreich.

Sie ermöglicht es, genauer zu betrachten, ob eine Schwierigkeit vor allem das zielgerichtete Handeln, die Steuerung der Aufmerksamkeit oder den Umgang mit dem eigenen inneren Zustand betrifft.

Damit wissen wir allerdings noch nicht, warum jemand in einem bestimmten Bereich auf eine konkrete Weise reagiert.

Zwei Menschen können dieselbe Entscheidung nicht treffen und dabei unterschiedliche psychologische Bedürfnisse schützen. Die sichtbare Schwierigkeit kann vergleichbar sein, während die zugrunde liegenden Mechanismen verschieden sind.

Genau diese Unterschiede untersucht die zweite Dimension von 9DEMONS®: COPING.

Während REGULATION beschreibt, welcher Bereich der Selbststeuerung betroffen ist, beschreibt COPING, welche psychologische Schutzstrategie innerhalb dieses Bereichs zum Einsatz kommt.

Aus der Kombination beider Dimensionen entstehen die neun Demons des 9DEMONS®-Modells.

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